Full Description
Der akademische Entwurf des Gemeinsamen Referenzrahmens (DCFR) steht derzeit im Mittelpunkt lebhafter wissenschaftlicher und politischer Kontroversen. Mit seinen Grundlagen, Kerngebieten und Zielen setzen sich in diesem Band maßgebliche Vertreter unterschiedlicher Sichtweisen der deutschen Privatrechtswissenschaft auseinander. Sie waren im Juli 2008 zu "Tagen des Europäischen Rechts" zusammengekommen, um den Entwurf im Dialog vor dessen Kritikern und Autoren zu evaluieren. In ihren Beiträgen befassen sie sich mit übergreifenden Fragen wie dem Verhältnis von Gemeinschaftsrecht, Rechtsvergleichung und Rechtspolitik im Entwurf des Referenzrahmens, dessen Ausrichtung auf ein europäisches Vertragsrecht, Schuldrecht oder Vermögensrecht und dessen Bedeutung für die künftige europäische Gesetzgebung. Eingehende Einzeluntersuchungen analysieren die Hauptteile des Entwurfs: Vertragsschluss, Rechtsbehelfe bei Nichterfüllung, Informationspflichten, Kaufrecht, Deliktsrecht und Bereicherungsrecht.
Der Band verbindet damit den Beitrag zur aktuellen Diskussion um den Gemeinsamen Referenzrahmen mit der vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Gegenständen des Europäischen Privatrechts.
Contents
Reiner Schulze: Der DCFR - Chancen und Probleme für die Europäische Privatrechtswissenschaft - Christian von Bar: Die Struktur des Draft Common Frame of Reference - Hans Schulte-Nölke: Die Acquis Principles (ACQP) und der Gemeinsame Referenzrahmen - Zu den Voraussetzungen einer ertragreichen Diskussion des DCFR - Horst Eidenmüller: Recht des Vertragsschlusses - Stefan Leible: Rechtsbehelfe bei Nichterfüllung - Florian Faust: Informationspflichten - Barbara Dauner-Lieb/Moritz Quecke: Das Kaufrecht im Entwurf eines Gemeinsamen Referenzrahmens - erste Annäherung an einen komplexen Text - Gerhard Wagner: Deliktsrecht - Christiane Wendehorst: Bereicherungsrecht



