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Description
Toleranz ist die Duldung von Personen, Handlungen oder Meinungen, die aus moralischen oder anderen Gründen abgelehnt werden. Sie ist nicht nur durch Intoleranz gefährdet, sondern ebenso durch Tolerierung von allem und jedem sowie durch die aufklärerische und liberale Forderung, Toleranz durch Anerkennung zu überbieten.
Ziel dieses Buches ist es, ausgehend von der reformatorischen Entdeckung der Toleranz Gottes die Idee, den Begriff und die Praxis der Toleranz für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft fruchtbar zu machen. Dafür werden zunächst mehrere Vorfragen beantwortet: Was ist Toleranz? Wie äußern sich Toleranz, Intoleranz und Nicht-Duldung konkret? Wo liegen Grenzen der Toleranz? Was sind die Voraussetzungen für Toleranz?
Unter Einbeziehung grundlegender Unterscheidungen werden daraus auf acht exemplarischen Praxisfeldern (z. B. Erziehung, Strafvollzug, Migration, sexuelle Vielfalt, Beziehungen zwischen Religionen und Kirchen, kriegerische Konflikte) konkrete Konsequenzen gezogen.
Ein kurzes Schlusskapitel, das in eine dazu passende, aktuelle Pfingstpredigt des Autors mündet, zieht ein Fazit unter der Leitfrage, welche psychischen und sozialen Impulse es zu einer Toleranz gibt, die uns nicht schadet, sondern für unsere Gesellschaft förderlich ist.
Prof. Dr. Wilfried Härle



