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Description
Seit Jahrzehnten beherrschen der bewaffnete Konflikt und Menschenrechtsverbrechen den medialen Diskurs in Kolumbien. Die vorliegende Diskursanalyse untersucht, wie sich dieser zwischen 1997 und 2012 verändert hat. Dadurch wird einerseits die Debatte nachgewiesen, die seit dem Aufkommen des Begriffs der Menschenrechte über ihn tobte und andererseits gezeigt, dass dieser Diskurs an ältere Diskursfragmente der Gewalterfahrung Kolumbiens anschließt.
Ziel dieser Analyse ist es, anhand von Pressequellen das "Diskursgewimmel" zum Thema Menschenrechte zu entwirren und aufzuzeigen, wann und in welchen Kontexten Menschenrechte diskutiert wurden, wann ein Ereignis zum Diskursereignis wurde, wie sich die entsprechenden Diskurse entwickelten und wie sie sich im Laufe der Zeit veränderten. Die Forschungsfragen, die zugleich auf unterschiedliche Analyseebenen verweisen, lauten: "Wie wurden Menschenrechtsverbrechen und die Arbeit von MRV diskutiert? Wer waren die WortführerInnen und wie äußerten sie sich? Was waren die wichtigen Diskursereignisse und wie beeinflussten sie den Diskurs?"
Auf der Grundlage einer systematischen Durchsicht der Meinungsseiten dreier kolumbianischer Tageszeitungen untersucht die Arbeit eine Vielzahl unterschiedlicher Diskurse. Elf Experteninterviews mit einigen der herausragendsten Kolumnisten und Redaktionsvertretern des Landes untermauern die Untersuchung.
Stephan Kroener, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland.



