Mythologie und Alchemie in der Lehrepik des frühen 17. Jahrhunderts : Die 'Chryseidos Libri IIII' des Straßburger Dichterarztes Johannes Nicolaus Furichius (1602-1633) (Frühe Neuzeit)

Mythologie und Alchemie in der Lehrepik des frühen 17. Jahrhunderts : Die 'Chryseidos Libri IIII' des Straßburger Dichterarztes Johannes Nicolaus Furichius (1602-1633) (Frühe Neuzeit)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版/ページ数 480 S.
  • 商品コード 9783110233162

Description

The book series 'Frühe Neuzeit' - founded in 1987 by Jörg Jochen Berns, Gotthard Frühsorge, Klaus Garber, Wilhelm Kühlmann and Jan-Dirk Müller - publishes editions, monographs and collected volumes advancing fundamental research in the field. It does not seek to produce wide-ranging overviews, premature syntheses or pretentious constructions but takes the long route of detailed work and the exploration of submerged traditions.

Gegenstand der vorgelegten Edition, Übersetzung und Untersuchungen ist das 1631 zu Straßburg in vier 'Büchern' (ca. 1600 Hexameter) erschienene alchemische Lehrepos des Arztes, Alchemikers und Apothekers Johannes Nicolaus Furichius (1602 1633). Diskurs- wie formgeschichtlich betrachtet ist der Autor den bedeutenden Vertretern einer teils weit über das Schrifttum der europäischen Renaissance hinausreichenden Literatur- und Wissenstradition zuzurechnen, welche sich von Plato und Aristoteles über Ariost und Ronsard, von den hermetischen Schriften und Neuplatonikern, antiken und humanistischen Kommentatoren zu zeitgenössischen Forschungsreisenden und den Paracelsisten erstreckt. An diesem in Aemulatio der 'Chrysopoeia' Augurellis verfaßten Carmen beeindrucken daher nicht nur die metrische Verarbeitung spagyrischer Fachliteratur sondern auch die narrativ-fiktionale Darstellung mythoalchemischer Exegese und Bildlichkeit in Verbindung mit Topoi von der Visionsliteratur bis zur Epik. Das solchermaßen weitgespannte inter- und paratextuelle Bezugsfeld nimmt der titelgebenden alchemisierten Proserpina-Mythos immer wieder zum Anlaß, auf wissenschaftlichen Diskussionen der Zeit zu rekurrieren.

Thomas Reiser, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München.


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