Böttiger und der archäologische Diskurs : Mit einem Anhang der Schriften "Goethe's Tod" und "Nach Goethe's Tod" von Karl August Böttiger

個数:

Böttiger und der archäologische Diskurs : Mit einem Anhang der Schriften "Goethe's Tod" und "Nach Goethe's Tod" von Karl August Böttiger

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて

  • 提携先の海外書籍取次会社に在庫がございます。通常3週間で発送いたします。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合が若干ございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783050043494

Description

Mit einem Anhang der Schriften "Goethe's Tod" und "Nach Goethe's Tod" von Karl August Böttiger

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem archäologischen Diskurs der Goethezeit und den literaturkritischen und literarhistorischen Positionen des Archäologen und Publizisten Karl August Böttiger (1760–1835)?

Der Beantwortung dieser Frage dient eine Rekonstruktion des europäischen archäologischen Diskurses im Zeitraum von 1788 bis 1835 auf der Grundlage der Briefwechsel Böttigers mit Christian Gottlob Heyne (1729–1812) und dem französischen Archäologen Désiré Raoul-Rochette (1790–1854).

Böttigers Beiträge verfolgend rekonstruiert Sternke die Konstituierung des archäologischen Diskurses in denen von Philologie, Journalismus, Klassizismus usw. Die Begründung der ersten archäologischen Fachzeitschriften durch Böttiger, dessen Rezensionskampagne für Raoul-Rochettes "Monumens inédits" und die erbitterte Debatte zwischen Künstlern, Philologen und Archäologen um die Malerei der alten Griechen lassen erkennen, dass die Strategien zur Diskursfestigung in der Rarefizierung des Objekts, im Ausschluss von Diskursteilnehmern, im Einsatz intra- und intertextueller Wiederholungsstrukturen und in der Konstitution eines spezifischen Subjekts mit besonderen Kompetenzen bestehen.

Den archäologischen Diskurs weitet Böttiger auf seine Gegenwart aus. Während Tieck diese ,Archäologie der Gegenwart' als Rückfall in den Fetischismus verspottet, führt Böttiger die Gesellschaft in den Goethekult ein – als eine Religion ohne Dogma, die ihre Opfer und Feiern kennt und im Goethehaus in Weimar ihren Tempel findet.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem archäologischen Diskurs der Goethezeit und den literaturkritischen und literarhistorischen Positionen des Archäologen und Publizisten Karl August Böttiger (1760-1835)? Der Beantwortung dieser Frage dient eine Rekonstruktion des europäischen archäologischen Diskurses im Zeitraum von 1788 bis 1835 auf der Grundlage der Briefwechsel Böttigers mit Christian Gottlob Heyne (1729-1812) und dem französischen Archäologen Désiré Raoul-Rochette (1790-1854). Böttigers Beiträge verfolgend rekonstruiert Sternke die Konstituierung des archäologischen Diskurses in denen von Philologie, Journalismus, Klassizismus usw. Die Begründung der ersten archäologischen Fachzeitschriften durch Böttiger, dessen Rezensionskampagne für Raoul-Rochettes "Monumens inédits" und die erbitterte Debatte zwischen Künstlern, Philologen und Archäologen um die Malerei der alten Griechen lassen erkennen, dass die Strategien zur Diskursfestigung in der Rarefizierung des Objekts, im Ausschluss von Diskursteilnehmern, im Einsatz intra- und intertextueller Wiederholungsstrukturen und in der Konstitution eines spezifischen Subjekts mit besonderen Kompetenzen bestehen. Den archäologischen Diskurs weitet Böttiger auf seine Gegenwart aus. Während Tieck diese ,Archäologie der Gegenwart' als Rückfall in den Fetischismus verspottet, führt Böttiger die Gesellschaft in den Goethekult ein - als eine Religion ohne Dogma, die ihre Opfer und Feiern kennt und im Goethehaus in Weimar ihren Tempel findet. 1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Vorwort;12
3;Einleitung;14
3.1;Bemerkung zur Methode;25
3.2;Der Briefwechsel zwischen Böttiger und Raoul-Rochette als Gelehrtenbriefwechsel;28
4;1. Die Objektkonstitution des archäologischen Diskurses im Spiegel der Gelehrtenkorrespondenz zwischen Karl August Böttiger und Désiré Raoul- Rochette;28
4.1;Die politischen Ereignisse im Zeitraum von 1824 bis 1835 als Hintergrund des Gelehrtenbriefwechsels;32
4.2;Der Gelehrtenbriefwechsel als Dokument des Privatlebens;34
4.3;Die zentralen Themen des Briefwechsels zwischen Böttiger und Raoul- Rochette;37
4.4;Die archäologiegeschichtliche Epoche von 1824 bis 1835;42
4.5;Wissenschaftsentwicklung als Bewegung im Raum;44
4.6;Archäologische Editionen im Zeitraum von 1824 bis 1835;52
4.7;Die Rezeption mythologischer Forschungen durch die Archäologen im Zeitraum von 1824 bis 1835;55
4.8;Philologische Neuerscheinungen;61
4.9;Probleme der archäologischen Kritik im Zeitraum von 1824 bis 1835;64
4.10;Archäologie als Kunstgeschichte in der Periode von 1824 bis 1835;68
4.11;Teildisziplinen der Archäologie;72
4.12;Die weitere Pflege der traditionellen Forschungs- und Sammelgebiete Numismatik, Glyptik, Epigraphik gegen Ende des ersten Drittels des 19. Jahrhunderts;73
4.13;Das wachsende Interesse an der Keramologie im Zusammenhang mit der Konstitution und Publikation grofler Vasensammlungen;81
4.14;Theoriebildung in der Keramologie;88
4.15;Plastik, Architektur und Malerei der Alten als Gegenstand archäologischer Forschung;90
4.16;Museologie Privatsammlungen;93
4.17;Museologie staatliche Sammlungen;97
4.18;Materielle Objekte der Vergangenheit als Objekt des Diskurses Archäologie;101
4.19;Ist der Objektbereich der Archäologie auf materielle Objekte vergangener Kulturen einschränkbar?;102
4.20;Begrenzung des Objektbereichs und extradiskursive Bewertung der Objekte;105
4.21;Materialwert und archäologischer Wert von Objekten;108
4.22;Das Objekt des archäologischen Diskurses als Ehrenzeichen der politischen Macht;110
4.23;Das archäologische Objekt als Semiophor;115
4.24;Privilegierung bestimmter Objekte und Rarefizierung des Objekts;118
4.25;Relative Diskursautonomie;119
4.26;Die Faktizität des Objekts des Diskurses;123
4.27;Die Positivität des Objekts des Diskurses;127
4.28;Zusammenfassung;130
5;2. Die Subjektkonstitution des archäologischen Diskurses, entwickelt am Beispiel der Biographie Karl August Böttigers;132
5.1;Philologie versus Theologie;133
5.2;Hermeneutik versus Textkritik;136
5.3;Sachphilologie versus Wortphilologie Einbeziehung der Monumente;139
5.4;Bürgerliche Geselligkeit und Archäologie;141
5.5;Höfische Repräsentation, Klassizismus und archäologische Forschung;146
5.6;Archäologie und Merkantilismus;149
5.7;Der Warencharakter des Diskurses als Ermöglichungsbedingung seiner Produktion;152
5.8;Journalismus als Distributionsform des archäologischen Diskurses;155
5.9;Archäologie und Journalismus Interferenz der Diskurse;157
5.10;Archäologie und Klassizismus versus Journalismus;161
5.11;Die historische Altertumsforschung als Grundlage klassizistischer Kunstproduktion;164
5.12;Gelehrsamkeit/Pedanterie versus Ästhetik und höfischen Geschmack;170
5.13;Die Opposition von Antike und Moderne und die Querelle des Anciens et des Modernes;175
5.14;Skeptizismus versus Utopie;181
5.15;Empirismus versus Spekulation;185
5.16;Christliche Vergeistigung versus antike Veredlung der Menschengestalt;187
5.17;Fetischismus und plastisches Ideal versus Christentum und Allegorie;190
5.18;Naive Antike versus sentimentale Moderne;195
5.19;Der Bruch zwischen Antike und Moderne;201
5.20;Kritik der Verworfenheit antiker Sitten versus Modellhaftigkeit antiker Humanität und Lebenskunst;205
5.21;Triebbändigung als zivilisatorischer Fortschritt versus historische Relativierung moderner Sitten;211
5.22;Historisierung versus Utopie;216
5.23;Historisierung der Antike versus Emulation mit der Antike;226
5.24;Der "Die von französischen und deutschen zeitgenössischen Gelehrten in Werken, Fachzeitschriften und Briefen geführte Debatte und deren unterschiedliche Interpretation in der Forschung wird mit allen Facetten vorgestellt, von persönlicher Konkurrenz bis zu politischer Motivierung, so dass 'eine progressive liberale Philologie' und 'eine reaktionäre restaurative Archäologie' als Gegensätze gesehen werden." Brigitte Leuschner in: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch, 51 (2010) "Sternke [hat] zu Recht die eminente Bedeutung Böttigers für die Herausbildung einer verwissenschaftlichten Archäologie herausgestrichen. Gerade Sternkes umfangreiche Dokumentation mit brieflichen Zeugnissen aus dem Nachlass Böttigers erhellt aufs Neue, wie viel wir aus dessen sorgfältiger Edition noch an Erkenntnissen gewinnen können." Frieder Sondermann in: H-Soz-u-Kult, 26.09.2008 "René Sternke comble une lacune majeure dans l'histoire de la culture allemande du début du XIXe siècle considérée dans son contexte européen. Ce travail, qui dépasse largement les limites d'une thèse, repose sur une remarquable connaissance des sources, et au premier chef de la correspondance, notamment avec Désiré Raoul-Rochette." S. Maufroy in: Études Germaniques, Oktober-Dezember 2008

最近チェックした商品