Description
Ingeborg Bachmann ist zweifellos eine der wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts - und auch hundert Jahre nach ihrer Geburt hat ihr Schreiben nichts von seiner Radikalität verloren. Autor Tom McCarthy macht sich ausgehend von ihrem Gedicht Salz und Brot auf die Suche nach »diesem absoluten Wagnis, das die unmögliche Bedingung und zugleich die eigentlichste Möglichkeit der Literatur ausmacht«.
Im Übergang von Sappho zu Anne Carson, von den griechischen Tragödien zu James Joyce, von Shakespeare zu Kafka, begibt sich McCarthy mit Bachmann auf eine Reise literarischer Grenzüberschreitungen.
So entspinnt sich ein Schreiben der ecstasis, als Überschreitung oder Randzustand, an dem wir uns außerhalb unserer selbst wiederfinden. Eine äußerst paradoxe Situation, in der Selbstbewusstsein und Selbstaufgabe in eins fallen. Wer aber zeugt von diesem Übertritt, wer führt das Schuldbuch weiter, an der literarischen Schwelle zwischen Verschwinden und Geschichte?
»McCarthys Essay ist ein mitreißendes und erhellendes intellektuelles Feuerwerk.« 3AM magazine



