Flüchtiges Wild : 50 Gedichte (1. Aufl. 2014. 88 S. zahlr. farb. Abb. 21 cm)

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Flüchtiges Wild : 50 Gedichte (1. Aufl. 2014. 88 S. zahlr. farb. Abb. 21 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783990283684

Description


(Short description)
Brot Schneide das Korn, wenn schwer die Ähren sind Bündle die Garben, trockne sie am Feld Bring sie zum runden Platz am Rand des Dorfs Und treibe deine Ochsen drüber hin Führ sie im Kreis, bis unter ihren Hufen Das Korn sich von den Garben hat befreit Entfern das Stroh mit einer hölz'nen Gabel Es soll dein Vieh zur Nachtzeit darauf ruhn Nun halte deine Wurfschaufel bereit Und wart geduldig auf den rechten Wind Er darf zu leicht nicht sein und nicht zu stark Dann wird er dir die Spreu vom Weizen trennen Zwischen zwei flachen Steinen reib das Korn Dass es dir seinen innern Schatz gibt frei In feste Säcke füll, was du gemahlen Richte dir einen Trog her, nicht zu klein: Aus Mehl und Wasser, etwas Sauerteig Will unter deinen Händen Brot entstehn Ring, bis zum Gürtel nackt, mit dem Gemenge Tränk es mit salz'gem Schweiß aus deinen Poren Bis du dem Teil all deine Kraft geschenkt Und ist's vollbracht, so teil ihn, fülle ihn In flache Körbe, streu noch etwas Mehl drauf Nun gönnt euch beidewohlverdiente Rast Heiz deinen Ofen, bis er tüchtig warm Dann säubre ihn von aller Glut und Asche Bring ein die Laibe, überlass sie ihm Man feiert Hochzeit, du darfst jetzt nicht stören Bis unsagbarer Duft dich ruft: es ist so weit Dank Erde, Wasser, Sonne, Wind und Feuer Und lade deinen Nachbarn ein zum Mahl Zeichne drei Kreuze drauf auf jeden Laib Eh du ihn mit dem Messer schneidest an.
(Text)
Brot

Schneide das Korn, wenn schwer die Ähren sind
Bündle die Garben, trockne sie am Feld
Bring sie zum runden Platz am Rand des Dorfs
Und treibe deine Ochsen drüber hin
Führ sie im Kreis, bis unter ihren Hufen
Das Korn sich von den Garben hat befreit

Entfern das Stroh mit einer hölz'nen Gabel
Es soll dein Vieh zur Nachtzeit darauf ruhn
Nun halte deine Wurfschaufel bereit
Und wart geduldig auf den rechten Wind
Er darf zu leicht nicht sein und nicht zu stark
Dann wird er dir die Spreu vom Weizen trennen

Zwischen zwei flachen Steinen reib das Korn
Dass es dir seinen innern Schatz gibt frei
In feste Säcke füll, was du gemahlen
Richte dir einen Trog her, nicht zu klein:
Aus Mehl und Wasser, etwas Sauerteig
Will unter deinen Händen Brot entstehn

Ring, bis zum Gürtel nackt, mit dem Gemenge
Tränk es mit salz'gem Schweiß aus deinen Poren
Bis du dem Teil all deine Kraft geschenkt
Und ist's vollbracht, so teil ihn, fülle ihn
In flache Körbe, streu noch etwas Mehl drauf
Nun gönnt euch beide wohlverdiente Rast

Heiz deinen Ofen, bis er tüchtig warm
Dann säubre ihn von aller Glut und Asche
Bring ein die Laibe, überlass sie ihm
Man feiert Hochzeit, du darfst jetzt nicht stören
Bis unsagbarer Duft dich ruft: es ist so weit

Dank Erde, Wasser, Sonne, Wind und Feuer
Und lade deinen Nachbarn ein zum Mahl
Zeichne drei Kreuze drauf auf jeden Laib
Eh du ihn mit dem Messer schneidest an
(Author portrait)
Nebehay, StefanStefan Nebehay: geboren 1950 in Wien. Studium: Ur- und Frühgeschichte, Antike Numismatik. Tätig als Prähistoriker, Numismatiker und Archivar, 1993-2003 Lehrauftrag an der Universität Wien. Derzeit hauptberuflich Antiquar. Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich.

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