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S mtliche demokratischen Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten eint der Kerngedanke, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Kennzeichen der Demokratie auf na tionaler Ebene ist daher zugleich allgemein die Kennzeichnung des nationalen Legitimationssubjekts als legitimatorische Quelle der Staatsgewalt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob sich dieser Gedanke auch auf die supranationale Ebene bertragen l sst. Wer stiftet eigentlich jene demokratische Legitimation, welche auch f r die Herrschaftsaus bung durch die EU gefordert wird? Wer sind die prim rrechtlich erw hnten B rgerinnen und B rger , von denen die EU ihre Legitimation erh lt? Sind damit die einzelnen B rger der Mitgliedstaaten oder doch die Unionsb rger in ihrer Gesamtheit gemeint? Und formen diese eventuell ein einheitliches Volk auf supranationaler Ebene, das als verbandseigene Legitimationsquelle der EU anzusehen ist? Eva-Maria Tieke widmet sich der Frage nach dem subjektiven Ausgangspunkt demokratischer Legitimation im nationalen und supranationalen Kontext. Unter besonderer Ber cksichtigung der einschl gigen europ ischen Judikatur und vor dem Hintergrund der diesbez glich eher nebul sen prim rrechtlichen Bestimmungen kl rt sie letztlich, wer auf der Ebene der EU das Subjekt demokratischer Legitimation darstellt.



