Liebende Frauen : Roman. Nachw. v. Dieter Mehl (Manesse Bibliothek der Weltliteratur) (2002. 857 S. 15,5 cm)

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Liebende Frauen : Roman. Nachw. v. Dieter Mehl (Manesse Bibliothek der Weltliteratur) (2002. 857 S. 15,5 cm)

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Description


(Text)
"Lady Chatterley" ist der berühmteste Roman von D.H. Lawrence, "Liebende Frauen" sein vielschichtigster. Beide Bücher haben nicht nur der Ruf von anrüchigen Skandalwerken gemeinsam, sondern auch das hochaktuelle Lebensthema des Autors: die Suche nach einem neuen, von Konventionen befreiten Dasein, die Suche nach einer zeitgemäßen Moral.

Geschrieben 1916, unter heftigen Protesten veröffentlicht 1920, entwirft "Liebende Frauen" eine leidenschaftliche, poetische und zugleich skeptische Vision einer modernen Gesellschaft und ihrer Werte. Rupert Birkin ist ein klassischer Lawrence-Held: Ernüchtert von den überkommenen Moralvorstellungen und ihrer lebensfeindlichen Tendenz, beschließt er, sein eigenes Leben auf menschen- und lustfreundlichere Prinzipien zu gründen.

Mit der ihm eigenen erzählerischen Intensität und symbolischen Dichte zeichnet der Autor ein faszinierendes Porträt der englischen Gesellschaft um 1914. Nirgendwo ist Lawrence die Ergründung komplexer psychologischer Motivationen eindringlicher und überzeugender gelungen wie in diesem visionären Gesellschaftsroman, der hier in einer deutschen Neuübersetzung vorgelegt wird.
(Author portrait)
Lawrence, D. H.
David Herbert Lawrence (1885-1930), Sohn eines Minenarbeiters und einer Lehrerin, arbeitete in London zunächst selbst als Lehrer. Als er an Tuberkulose erkrankte, musste er seinen Beruf aufgeben und unternahm rastlos schreibend ausgiebige Reisen. Sein Werk, entstanden unter dem Eindruck der Psychoanalyse Freuds, wurde wegen erotischer Freizügigkeiten scharf angegriffen.