Description
(Text)
Die vorliegende Arbeit ist eine qualitative sozialwissenschaftliche Studie. Sie leistet über ihren empirischen Zugang einen Beitrag zu dem in den 1990er Jahren von Jan Assmann angestoßenen Diskurs um das kulturelle Gedächtnis. Am Beispiel ehemaliger deutscher GULag-Häftlinge zeigt die Autorin, wie einerseits Gedächtnisgemeinschaften entstehen, wie diese operieren und andererseits wie sie kulturelle Gedächtnisse benachbarter Gedächtnisgemeinschaften beeinflussen. So können Prozesse nachvollzogen werden, über die Personen oder Personengemeinschaften Selbstbeschreibungen entwickeln und die Übereinstimmung mit diesen inszenieren.
(Author portrait)
Derwort, SusanneSusanne Derwort, geboren 1980 in Prag ist Soziologin. Der Schwerpunkt ihrer bisherigen Forschung liegt auf einer mikrosoziolgischen und sozialpsychologisch ausgerichteten Sozialwissenschaft. Mit ihren Biografiestudien beleuchtet sie das Spannungsfeld zwischen Einzelbiografie und Konzepten von kollektivem Gedächtnis.



