Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen : Litauen und der Zweite Weltkrieg. Dissertationsschrift (Schnittstellen 4) (2016. 478 S. mit 22 Abb. 237 mm)

個数:

Erinnerungen an den Krieg - Krieg der Erinnerungen : Litauen und der Zweite Weltkrieg. Dissertationsschrift (Schnittstellen 4) (2016. 478 S. mit 22 Abb. 237 mm)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783525300909

Description


(Short description)
Litauische Gedenkstätten und Denkmäler des Zweiten Weltkrieges unterliegen dem steten Wandel. Hatten die ersten noch die Funktion, die sowjetische Präsenz zu repräsentieren, verkörperten sie in den 1960er Jahren den litauischen Heldenmut und Widerstand. Die Autorin zeichnet die Phasen der litauischen Erinnerungskultur mit einem Blick auf vielfältige Akteure, Erinnerungspraktiken und historische Diskurse nach. Bestimmte Geschichtsrepräsentationen lassen sich dabei ausschließlich national deuten, während Europäisierungsprozesse und transnationale Erinnerungsdiskurse die Erinnerungspolitik neu gestalten. Das Buch rekonstruiert die Geschichte der litauischen Erinnerungskultur anhand von Gedenkstätten und Denkmälern auf eine neue und unkonventionelle Art und Weise.
(Text)
Dieses Buch schreibt die Geschichte der litauischen Erinnerungskultur auf eine neue und unkonventionelle Art und Weise. Durch den Fokus auf die Geschichte der Gedenkstätten und Denkmale des Zweiten Weltkrieges werden vielfältige Akteure, Erinnerungspraktiken und historische Diskurse umfassend ausgeleuchtet. Hatten die ersten Kriegsdenkmale und Museen die Funktion, auf die Präsenz der Sowjetmacht hinzuweisen, wurde in den 1960er Jahren das Motiv des litauischen Heldenmutes und Widerstandes zentral. Diese Nationalisierung des Widerstandes ging auf Kosten der jüdischen Untergrundkämpfer; und auch für jüdische Opfer der Massenvernichtung während der deutschen Besatzung war in der sowjetischen Erinnerungspolitik kaum Platz. Nach dem politischen Umbruch und der Wiedererlangung der Staatssouveränität im Jahr 1990 bekam die "erlebte" Geschichte - und vor allem die Erfahrung der Opfer des stalinistischen Terrors - einen zentralen Platz in der öffentlichen Geschichtspräsentation. Fast alleErinnerungsstätten, die mit der deutschen Besatzung im Zusammenhang standen, wurden als sowjetische Propagandastätten begriffen und beseitigt. In wenigen Fällen wurden "doppelte Gedenkstätten" eröffnet und somit die These der Gleichwertigkeit der Verbrechen des Nationalsozialismus und des Kommunismus museal gefestigt. Bestimmte Strategien der geschichtlichen Repräsentationen lassen die Opfer- und Heldendiskurse ausschließlich national deuten. Zugleich wird die staatliche Erinnerungspolitik aber durch Prozesse der Europäisierung der Erinnerung sowie die Entwicklung neuer, transnationalen Erinnerungsdiskurse herausgefordert.
(Author portrait)

Ekaterina Makhotina war 2011-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas der LMU München und ist seit April 2016 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte der Universität Bonn.

最近チェックした商品